Welche Dokumentation ist erforderlich?

Drei Zielgruppen sind für die Dokumentation zu unterscheiden. Ihr Kunde, Ihr eigenes Unternehmen und die Marktüberwachung.

Was Sie unternehmensintern an Dokumentation brauchen ist Ihre eigene Entscheidung. Die an die Marktüberwachung gerichtete Dokumentation ist weitgehend eindeutig festgeschrieben, und auch für die Kundengerichtete Dokumentation gibt es sehr klare Regeln.

Die Stellen der Marktüberwachung erwarten ein Dokumentationspaket, anhand dessen sie erkennen können, ob Sie als Hersteller die notwendigen Schritte zur Entwicklung und Herstellung eines sicheren und normenkonformen Produkts unternommen haben. Weiterhin muss dieser Teil der Dokumentation alle notwendigen Darstellungen und Berechnungen beinhalten, die für die Beurteilung der Sicherheitseigenschaften erforderlich sind. So z.B. die Berechnung der Festigkeit von Endanschlägen zur Begrenzung des Bewegungsraumes. Demnach sind die Maschinendokumentation und die Risikobeurteilung zentrale Bestandteile. Neben der Zusammenstellung der angewandten Normen und eventueller technischer Berichte gehört die Betriebsanweisung genauso zu diesem Teil der Dokumentation, wie die Konformitäts- und Einbauerklärungen von eingebauten Komponenten sowie die Konformitätserklärung der Maschine selbst. Alle bisher genannten Teile der Dokumentation müssen in einer Amtssprache der Gemeinschaft abgefasst sein. Die Wahl der Sprache liegt beim Hersteller.

 

Die kunden- bzw. anwendergerichtete Dokumentation muss alle Informationen enthalten, die der Kunde zum sicheren Betreiben des Produkts braucht. Das sind aus Sicht der EG Richtlinien im Wesentlichen sicherheitsrelevante Informationen. Da auch bei verantwortungsbewusst durchgeführter Produktentwicklung oft nicht alle Risiken vollständig eliminiert werden können, ist eine Benennung der Restrisiken und der sichere Umgang damit ein besonders wichtiger Teil der kundengerichteten Dokumentation. Wegen des in wesentlichen Teilen sicherheitsrelevanten Inhalts der anwendergerichteten Dokumentation muss sichergestellt sein, dass sie im Verwendungsland der Maschine gelesen werden kann. Daher die Festlegung der Maschinenrichtlinine, dass sie in einer im Verwendungslang gültigen Amtssprache abgefasst sein muss. Weitere Informationen zur kundengerichteten Dokumentation finden Sie im Beitrag "Welche Dokumente bekommt der Kunde".

Weitere Fragen zur Dokumentation beantworten wir Ihnen gerne. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Wir helfen Ihnen gerne.

   
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