Welche Dokumente bekommt der Kunde

Aufgabe der kunden- bzw. anwendergerichteten Dokumentation ist es, den sicheren Betrieb des Produkts zu ermöglichen. Dazu gehört einerseits alles, was die reine Funktionalität des Produkts ausmacht. Diese Information ist wichtig und unerlässlich für den Anwender, ihr Inhalt ist aber im Wesentlichen nicht geregelt.

Geregelt hingegen über Richtlinienanforderungen und Normen ist der sicherheitsrelevante Teil der Dokumentation.

 

  • Abgrenzung der Eigenschaften, wozu dient das Produkt und wozu nicht
  • Anforderungen an Personen, die mit dem Produkt umgehen
  • Sicherheits- und Schutzmaßnahmen
  • Restrisiken, die von dem Produkt ausgehen und wie mit ihnen umzugehen ist
  • Arbeitsabläufe die einzuhalten sind, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten
  • Sicherheitseinrichtungen und Informationen zu Wartung und Prüfung
  • Wartungs- und Kontrollmaßnahmen zur dauerhaften Aufrechterhaltung der Sicherheit

 Die Liste ist nicht vollständig und stark von den Produkteigenschaften abhängig.

Zur kundengerichteten Dokumentation gehört auch eine Kopie der EG-Konformitätserklärung, die bestätigt, dass die Maschine den Anforderungen der relevanten europäischen Richtlinien entspricht.

Die Risikobeurteilung ist nicht zwingend Bestandteil dieses Dokumentationspakets. Oft erwarten Kunden aber dass sie mitgeliefert wird. Das ist dann einzelvertraglich mit dem Kunden zu klären.

 

Anders als für die interne Dokumentation ist die Sprache der anwendergerichteten Dokumentation geregelt. Die Dokumentation, die der Anwender zum sicheren Betrieb der Maschine benötigt muss in einer der Amtssprachen des Verwenderlandes geschrieben sein. Die Pflicht der Übersetzung gilt auch für die mitzuliefernde Kopie der Konformitätserklärung.

Weitere Fragen zur Dokumentation beantworten wir Ihnen gerne. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Wir helfen Ihnen gerne.

   
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