Konformitätserklärung / Einbauerklärung

Die Konformitätserklärung ist die Bestätigung des Herstellers, dass die bezogene Maschine allen Anforderungen der relevanten Richtlinien genügt. Mit diesem Satz ist bereits der wesentliche Inhalt der Konformitätserklärung definiert:

Der Hersteller muss mit Name und Anschrift auf der Erklärung genannt sein. Die Anschrift muss eine zustellfähige Anschrift im Geltungsbereich der EG-Richtlinien sein. Sollte der Hersteller hier keine Adresse haben, kann er keine Konformitätserklärung selbst ausstellen.

Er muss dann einen Bevollmächtigten oder einen Importeur mit Sitz in der EU haben, der diese Aufgabe und auch die damit verbundene Verantwortung übernimmt.  Hintergrund ist, dass die Einrichtungen der Marktüberwachung für den Fall von Rückfragen und Überprüfungen, eventuell auch Haftungsfragen nur auf Personen und Unternehmen innerhalb ihres Wirkungsbereiches zugreifen können.

Die Maschine wird mit einer Benennung von Funktion, Typbezeichnung, Seriennummer und Baujahr eindeutig definiert

Die relevanten Richtlinien werden im Kopf der Erklärung genannt und eine Liste der angewandten sicherheitsrelevanten Normen muss ebenfalls mit aufgeführt werden.

Konformitaetserklaerung

Für den Fall von Rückfragen durch die Marktüberwachung muss eine Person als Dokumentationsbevollmächtigter benannt werden, die befugt und in der Lage ist, die erforderliche Dokumentation zusammenzustellen. Schließlich wird die Erklärung von einer dazu durch das Unternehmen befugten Person unterschrieben.

Die Konformitätserklärung kann definitionsgemäß nicht für unvollständige Maschinen ausgestellt werden, da sie die vollständige Erfüllung der Anforderungen erklärt. Eine unvollständige Maschine zeichnet sich aber dadurch aus, dass sie im ausgelieferten Zustand noch nicht alle Anforderungen erfüllt. Erst durch den Einbau der unvollständigen Maschine in eine Maschine oder Anlage werden die Anforderungen erfüllt. Anstelle einer Konformitätserklärung wird für unvollständige Maschinen eine Einbauerklärung ausgestellt. Die Einbauerklärung enthält die gleichen Angaben wie die  Maschine Konformitätserklärung. Zusätzlich jedoch einen Passus der besagt, dass die benannte unvollständige Maschine nicht in allen Punkten den Anforderungen genügt und dass eine Inbetriebnahme der unvollständigen Maschine erst dann zulässig ist, wenn nach Einbau der unvollständigen Maschine in eine Anlage oder Maschine die Erfüllung aller Anforderungen der relevanten Richtlinien festgestellt wurde.

Für die Sprache, in der die beiden Erklärungen abgefasst werden gelten die gleichen Regelungen, die auch für sonstige anwenderorientierte Dokumentation gilt. Sie müssen in einer Amtssprache des Verwenderlandes abgefasst sein. Eine besondere Form ist für die Konformitätserklärung oder für die Einbauerklärung nicht vorgesehen.

Weitere Fragen zu den EG-Erklärungen beantworten wir Ihnen gerne. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Wir helfen Ihnen gerne.

   
© 2014-2019 RV-Risiken vermeiden